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Herbstlyrik II

Der Dich­ter

Die ihr beim fro­hen Mah­le lacht,
Euch eure Blu­men zieht in Scher­ben
Und, was an Gold euch zuge­dacht,
Euch wohl­be­hag­lich laßt ver­er­ben,
Ihr starrt dem Dich­ter ins Gesicht,
Ver­wun­dert, daß er Rosen bricht
Von Dis­teln, aus dem Quell der Augen
Korall‹ und Per­le weiß zu sau­gen;

Daß er den Blitz her­nie­der­langt,
Um sei­ne Fackel zu ent­zün­den,
Im Wet­tertoben, wenn euch bangt,
Den rech­ten Odem weiß zu fin­den:
Ihr starrt ihn an mit hal­bem Neid,
Den Geis­tes­krö­sus sei­ner Zeit,
Und wißt es nicht, mit wel­chen Qua­len
Er sei­ne Schät­ze muß bezah­len.

Wißt nicht, daß ihn, Ver­damm­ten gleich,
Nur rin­nend Feu­er kann ernäh­ren,
Nur der durch­stürm­ten Wol­ke Reich
Den Lebens­odem kann gewäh­ren;
Daß, wo das Haupt ihr sin­nend hängt,
Sich blu­tig ihm die Trä­ne drängt,
Nur in des schärfs­ten Dor­nes Spal­ten
Sich sei­ne Blu­me kann ent­fal­ten.

Meint ihr, das Wet­ter zün­de nicht?
Meint ihr, der Sturm erschütt­re nicht?
Meint ihr, die Trä­ne bren­ne nicht?
Meint ihr, die Dor­nen ste­chen nicht?
Ja, eine Lamp‹ hat er ent­facht,
Die nur das Mark ihm sie­den macht;
Ja, Per­len fischt er und Juwe­le,
Die kos­ten nichts — als sei­ne See­le.

— Annet­te von Dros­te-Hüls­hoff (1797−−1848)

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Herbstlyrik I

Poe­sie

Poe­sie ist tie­fes Schmer­zen,
Und es kommt das ech­te Lied
Ein­zig aus dem Men­schen­her­zen,
Das ein tie­fes Leid durch­glüht.

Doch die höchs­ten Poe­si­en
Schwei­gen wie der höchs­te Schmerz,
Nur wie Geis­ter­schat­ten zie­hen
Stumm sie durchs gebroch­ne Herz.

— Jus­ti­nus Ker­ner (1786−−1862)

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Kleine Einführung in die Sofortbildfotografie

Auf den ers­ten Blick scheint der Reiz von Sofort­bil­dern spä­tes­tens seit dem Erfolg von Insta­gram ver­lo­ren zu sein. Im Zeit­al­ter der Digi­tal­ka­me­ras und Han­dy­fo­to­gra­fie sieht man doch ohne­hin sofort, wie sein Bild gewor­den ist, kann es am Rech­ner oder gleich im Smart­pho­ne mit irgend­wel­chen Fil­tern über­zie­hen und mit weni­gen Klicks mit sei­nen Freun­den tei­len. Wer hat da noch Bedarf nach ver­gleichs­wei­se »sper­ri­gen« Papier­ab­zü­gen, die der Schnel­le­big­keit der Gegen­wart und dem immer­hung­ri­gen Auge ver­meint­lich kaum gerecht wer­den?

Man kommt nicht umhin fest­zu­stel­len, dass die Tage, da Pola­ro­ids bei­na­he all­ge­gen­wär­tig waren, der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren. Ich selbst habe sie nicht erlebt und in der Tat fällt es einem heut­zu­ta­ge schwer, sich die­se Zeit vor­zu­stel­len, wenn man immer und über­all sei­ne Han­dy­ka­me­ra dabei hat. Und doch: Ein gewis­ser Zau­ber haf­tet dem Sofort­bild noch immer an und es ist nicht (nur) der Hauch der Nost­al­gie, der es am Leben erhält. Jeden­falls schlie­ße ich das aus den Anfra­gen, die mich immer mal wie­der aus dem Freun­des­kreis oder aus diver­sen Foto­gra­fie­fo­ren errei­chen. Und natür­lich aus mei­ner eige­nen Begeis­te­rung für das Medi­um. Die am häu­figs­ten gestell­te Fra­ge ist dabei natür­lich: »Ach, gibt’s dafür über­haupt noch Fil­me?« Ja, gibt es. Man muss sich aber ein biss­chen mit der Mate­rie aus­ein­an­der­set­zen, um zu wis­sen für wel­che Kame­ras noch wel­che Fil­me ver­füg­bar sind. Die­ser Bei­trag soll eine Ori­en­tie­rungs­hil­fe sein.

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Komma auf dem Ziffernblock durch einen Punkt ersetzen

Was mich ja eigent­lich immer schon gestört hat: Dass auf dem Zif­fern­block der Tas­ta­tur aus­schließ­lich ein Kom­ma zu fin­den ist. Wenn ich ein Datum ein­ge­ben möch­te, brau­che ich aber einen Punkt und kein Kom­ma, sodass ich immer zwi­schen den Tas­ten hin und her wech­seln oder die lin­ke Hand an der Tat­sta­tur behal­ten muss. Das muss doch auch anders gehen… Geht es auch: Mit Auto­Hot­key!

Vorüberlegungen

Rela­tiv sim­pel wäre es mög­lich, die Tas­te gene­rell zu »rem­ap­pen« und immer anstatt des Kom­mas einen Punkt aus­ge­ben zu las­sen:

NumpadDot::.
Da man aber halt doch auch mal das Kom­ma braucht — etwa wenn man den Taschen­rech­ner benutzt — kommt die­se Mög­lich­keit von vorn­her­ein nicht infra­ge. Nun könn­te man statt­des­sen eine Tas­ten­kom­bi­na­ti­on fest­le­gen, STRG + NumpadDot etwa, durch die anstatt des Kom­mas ein Punkt aus­ge­ge­ben wird. Aber wenn ich doch bei­de Hän­de brau­che, kann ich ja auch gleich auf den nor­ma­len Punkt zurück­grei­fen…

Umsetzung

Die Lösung, deren ich mich schließ­lich bedient habe, sieht so aus, dass durch zwei­ma­li­ges Drü­cken der Num-Tas­te in schnel­ler Fol­ge zwi­schen der Ver­wen­dung eines Punk­tes und eines Kom­mas umge­schal­tet wird. So kann man jeder­zeit mit nur einer Hand zwi­schen den bei­den Ein­ga­be­me­tho­den umschal­ten. Und so sieht der Code aus:

Getes­tet mit Auto­Hot­key Ver­si­on v1.1.09.00

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Ist das Kunst oder kann das weg man da sein Fahrrad festketten?

2015 Juni - Streifzug durch Mainz _599x

Pola­ro­id 320
Fuji FP-100C (silk)

P.S.: Pola­ro­ids sind der neue (oder alte) Han­dy­schnapp­schuss 😉

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Industar-26M reparieren

Bei der ФЭД-2 (FED), die ich vor kur­zem erstan­den habe, gab es lei­der eine klei­ne tech­ni­sche Schwie­rig­keit. Bei der Kame­ra han­delt es sich um einen rus­si­schen Lei­ca-Nach­bau, ein­ge­führt im Jahr 1955 und pro­du­ziert bis 1970.1 Zwar war der Body in einem aus­neh­mend guten Zustand — ledig­lich der Lack war an weni­gen Stel­len etwas mit­ge­nom­men (was ich jedoch ganz prag­ma­tisch mit etwas Modell­bau­lack repa­riert habe) — jedoch ließ sich der Fokus­ring am zuge­hö­ri­gen ИНДУСТАР-26M (Industar) 1:2,8 F=5cm kaum bis gar nicht bewe­gen. Das schö­ne an die­sen alten Din­gern ist aber ja, dass man sie recht pro­blem­los selbst wie­der gang­bar machen kann. Wenn etwas schief gin­ge, wäre immer­hin nicht viel ver­lo­ren. Also frisch ans Werk!

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  1. Anhand die­ser Daten konn­te ich mei­ne als eine 2c iden­ti­fi­zie­ren und das Bau­jahr auf 195859 ein­gren­zen. 

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Dynamischer Content in statischen Seiten

Da hab ich schon lan­ge nichts mehr ver­öf­fent­licht, und dann ist der ers­te neue Bei­trag auch noch so etwas bana­les wie die­ser klei­ne Schnip­sel aus der Pra­xis… Die Lösung des Pro­blems, das mich seit eini­ger Zeit umge­trie­ben hat, woll­te ich aber nicht für mich behal­ten.

Fol­gen­de Pro­blem­stel­lung: Gege­ben ist eine Web­site, deren Inhal­te in wei­ten Tei­len vor­ge­ge­ben ist. Es han­delt sich im wei­tes­ten Sin­ne um eine Lan­ding­pa­ge, eine Über­sichts­sei­te, die auf wei­te­re Inhal­te hin­wei­sen und auf die­se ver­lin­ken soll. So weit, so sta­tisch. Auf die­ser Sei­te soll aber ein Bereich aktu­el­le Neu­ig­kei­ten anzei­gen. Und das mög­lichst ohne jedes­mal das HTML direkt bear­bei­ten zu müs­sen. Jetzt könn­te man natür­lich an so etwas wie iFrames den­ken oder dar­an, dass man mit dem .load()-Befehl exter­ne .html-Datei­en ein­bin­den könn­te. Damit müss­te man sich aber nach wie vor mit läs­ti­gem html-gecode her­um­schla­gen. Eigent­lich, so dach­te ich, müss­te sich das doch auch mit jQue­ry lösen las­sen und da ich dar­über hin­aus gro­ßer Mark­down-Fan1 gewor­den bin, lag es nahe, als Quel­le .md-Datei­en ein­zu­bin­den und die­se par­sen zu las­sen, sodass am Ende ohne gro­ßen Auf­wand eine wohl­for­ma­tier­te Info­box steht.

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  1. Für alle, die bis­lang nichts mit Mark­down zu tun hat­ten: Es han­delt sich hier­bei um eine Aus­zeich­nungs­spra­che, die die Arbeit mit HTML — und mit ande­ren For­ma­ten — deut­lich erleich­tert, da sie eine auch für Lai­en ver­ständ­li­che Syn­tax auf­weist. Außer­dem han­delt es sich um nichts ande­res als ein­fa­che Text­da­tei­en, die schnell und ein­fach auch von Mobil­ge­rä­ten aus syn­chro­ni­siert wer­den kön­nen, ohne gro­ße Daten­men­gen her­um­schie­ben zu müs­sen. 

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Thumbnails per Shortcut erstellen

Mal wie­der was schnel­les aus der Pra­xis: Bei mei­ner Arbeit ist es immer mal wie­der erfor­der­lich, Thumb­nails — vor allem aus PDF-Doku­men­ten und ger­ne auch mal in ver­schie­de­nen Grö­ßen — zu erstel­len. Der her­kömm­li­che Arbeits­pro­zess sah dann bis­lang so aus, die Datei mit Pho­to­shop oder Acro­bat Pro zu öff­nen und von Hand bzw. per vor­de­fi­nier­ter Akti­on zu ver­klei­nern und als .png abzu­spei­chern. Und wie bei allen red­un­dan­ten Auf­ga­ben, die einem mit der Zeit auf die Ner­ven gehen, fragt man sich: Geht das nicht auch ein­fa­cher? Abhil­fe schafft eine Kom­bi­na­ti­on zwei­er mäch­ti­ger Open-Source-Tools: Image­Ma­gick und Auto­Hot­key.

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V wie Vampyr…

Vam­pi­re gehö­ren ja irgend­wie zu mei­nen (wis­sen­schaft­li­chen) Ste­cken­pfer­den. Bei der Lek­tü­re von Peter Mario Kreu­ters »Der Vam­pir­glau­be in Süd­ost­eu­ro­pa»1 bin ich auf die­ses Fund­stück des Autors gesto­ßen, das eigent­lich zu schön ist, um es nicht zu tei­len. Aller­dings ist die Qua­li­tät des Abdrucks in besag­tem Buch nicht gera­de die bes­te, wes­halb ich mich nach einer ande­ren Quel­le umge­se­hen habe. Die Gra­fik stammt aus Wil­helm Buschs »Natur­ge­schicht­li­chem Alpha­bet« und ist in den »Flie­gen­den Blät­tern« von 1860 erschie­nen:

Quelle

Ent­nom­men aus: »Flie­gen­de Blät­ter«, Bd. 33, Mün­chen 1860, S. 30. Digi­ta­li­siert und unter einer Crea­ti­ve Com­mons-Lizenz CC-BY-SA 3.0 DE zur Ver­fü­gung gestellt durch die Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Hei­del­berg.2


  1. Kreu­ter, Peter M.: Der Vam­pir­glau­be in Süd­ost­eu­ro­pa. Stu­di­en zur Gene­se, Bedeu­tung und Funk­ti­on. Rumä­ni­en und der Bal­kan­raum, Ber­lin 2001, S. 190. 

  2. Bei Gele­gen­heit muss mir aber mal noch jemand erklä­ren, wie man eigent­lich gemein­frei Inhal­te — Wil­helm Busch ist 1908 gestor­ben, das Copy­right somit erlo­schen — eigen­mäch­tig unter eine CC-Lizenz stel­len kann. Natür­lich kann ich ver­ste­hen, dass die UB Hei­del­berg für die Leis­tung der Digi­ta­li­sie­rung hono­riert wer­den möch­te, was aber doch am Copy­right selbst nichts ändern dürf­te, oder? 

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Wechselnde Hintergrundgrafiken mit PHP

Weil ich mich gera­de selbst damit aus­ein­an­der­set­zen muss­te, gibt’s hier nen klei­nen Schnip­sel wie man mit­tels PHP (und natür­lich CSS) wech­seln­de Hin­ter­grund­gra­fi­ken in eine Web­site ein­baut. Den Dis­c­lai­mer von wegen Gra­fik­grö­ße, Lade­zei­ten etc. erspa­re ich mir hier aber.

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