{"id":141,"date":"2013-06-26T14:25:39","date_gmt":"2013-06-26T12:25:39","guid":{"rendered":"http:\/\/florianko.de\/blog\/?p=141"},"modified":"2013-06-26T14:25:39","modified_gmt":"2013-06-26T12:25:39","slug":"die-fiktive-autorin-alea-torik","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/florianko.de\/blog\/2013\/06\/26\/die-fiktive-autorin-alea-torik\/","title":{"rendered":"Die fiktive Autorin &#8211; Al\u00e9a Torik"},"content":{"rendered":"<blockquote><p> &#8222;[&#8230;] &#8218;Darf&#8216; ein Autor eine Identit\u00e4t inszenieren, um seine B\u00fccher an den Mann zu bringen? Darf der Roman also auf das Leben des Autors \u00fcbergreifen bzw umgekehrt, darf man sich selbst zur Romanfigur machen, die man dann ein Buch schreiben l\u00e4sst? [&#8230;]&#8220; <cite> <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/julizeh.autorin\" title=\"Juli Zeh auf FB\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Juli Zeh<\/a> am 4. Juni auf  <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/julizeh.autorin\/posts\/468327693260235\" title=\"Post auf FB\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Facebook<\/a> <\/cite> <\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Fragen stellte Juli Zeh als Reaktion auf einen schon etwas zur\u00fcckliegenden <a href=\"http:\/\/buecherblogger.wordpress.com\/2012\/03\/07\/der-blog-aleatorik\/\" title=\"Buecherblogger \u00fcber Aleatorik\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel des &#8222;Buecherbloggers&#8220;<\/a>, in dem sich selbiger \u00fcber die Fiktionalit\u00e4t einer Autorinnenidentit\u00e4t br\u00fcskiert. Aber der Reihe nach.<\/p>\n<p>H\u00e4tte nicht ausgerechnet Juli Zeh diese Frage gestellt, ich h\u00e4tte sie aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem Kopfsch\u00fctteln abgetan und als engstirnig oder spie\u00dfb\u00fcrgerlich angesehen. ((Sie selbst weist in einem sp\u00e4teren Kommentar darauf hin, dass die Frage nicht so sehr normativ zu verstehen sei, sondern auf die gesellschaftliche Akzeptanz einer solchen T\u00e4uschung abziele. In der Folge entbrennt eine Diskussion, in die sich schlie\u00dflich Al\u00e9a Torik selbst einklinkt, die\/der daf\u00fcr eigens einen Facebook-Account eingerichtet hat. Auf den genauen Diskussionsverlauf kann hier nicht n\u00e4her eingegangen werden, sie diente lediglich als Anregung f\u00fcr die vorliegende Auseinandersetzung mit dem Thema.)) So aber sah ich mich gezwungen, mich von meiner etwas oberfl\u00e4chlichen Betrachtungsweise zu verabschieden und mich etwas in die Materie einzuarbeiten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h4>Pr\u00e4misse<\/h4>\n<p>Eines vorweg: Ich habe weder den Roman jener fiktiven Autorin selbst gelesen, noch habe ich ihren <a href=\"http:\/\/www.aleatorik.eu\" title=\"Alea Torik\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Blog<\/a> vor der Recherche f\u00fcr diesen Artikel verfolgt. Ich kann und ich will keinesfalls beurteilen, welchen literarischen Wert oder welche Qualit\u00e4t der Roman aufweist. Worum es vielmehr gehen soll, ist die fiktive Autorin und deren ebenso fiktive Biographie.<\/p>\n<h4>Der Sachverhalt<\/h4>\n<p>Al\u00e9a Torik wurde 1983 in Rum\u00e4nien geboren, wuchs zweisprachig auf, studierte Linguistik und Literaturwissenschaft in Bukarest und Berlin und deb\u00fctierte mit ihrem Roman &#8222;<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B00BJG1DD2\/\" title=\"Der Roman auf amazon.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das Ger\u00e4usch des Werdens<\/a>&#8222;. ((So liest man es etwa noch auf <a href=\"http:\/\/www.litblogs.net\/alea-torik\/\" title=\"Al\u00e9a Torik auf LitBlogs.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LitBlogs.net<\/a>. Der Verlag hat die <a href=\"http:\/\/www.osburg-verlag.de\/buch\/das-ger%C3%A4usch-des-werdens\" title=\"Der Deb\u00fctroman auf der Seite des Verlages\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Informationen zur Autorin auf seiner Homepage<\/a> inzwischen um ihre Fiktionalit\u00e4t erg\u00e4nzt.)) Das alles hat nur einen Haken: Nichts davon ist real &#8212; abgesehen vom Roman selbst. Die Autorin samt Biographie ist eine Fiktion, ersonnen von einem gewisserma\u00dfen zuvor &#8222;erfolglosen&#8220; m\u00e4nnlichen Autoren und gest\u00fctzt durch einen <a href=\"http:\/\/www.aleatorik.eu\" title=\"Der Blog von Alea Torik\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Blog<\/a>, den dieser unter dem Namen der vermeintlichen Autorin f\u00fchrte. ((Wo hier nun der Skandal sein soll, erschlie\u00dft sich mir nicht ganz, gilt es doch vielen als vielleicht beste Eigenschaft des Internets, dort in der fast vollkommenen Anonymit\u00e4t in eine g\u00e4nzlich anderen Rolle schl\u00fcpfen zu k\u00f6nnen. Einen Blog als Beleg f\u00fcr die reale Existenz einer Person heranzuziehen, zeugt in meinen Augen nicht gerade von einem tieferen Verst\u00e4ndnis des Mediums&#8230;))<\/p>\n<h4>Rauschen im (digitalen) Bl\u00e4tterwald<\/h4>\n<p>Die Angelegenheit ist inzwischen auch schon wieder eine Weile her &#8212; der Roman erschien bereits im Fr\u00fchjahr 2012 &#8212; und inzwischen haben sich vor allem Blogger mit dem Fall auseinander gesetzt. Kaum jemand hat sich dabei auf so hohem Niveau ereifert, wie der &#8222;Buecherblogger&#8220; dies unter anderem <a href=\"http:\/\/buecherblogger.wordpress.com\/2012\/03\/06\/trollereplikanten-toriks\/\" title=\"Buecherblogger 1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>, <a href=\"http:\/\/buecherblogger.wordpress.com\/2012\/03\/07\/der-blog-aleatorik\/\" title=\"Buecherblogger 2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> oder <a href=\"http:\/\/buecherblogger.wordpress.com\/2012\/03\/09\/bloggerwelten-tummelplatz-der-avatare-der-wert-des-impressums-am-prenzlauer-berg-ein-kommentar-und-meine-antwort\/\" title=\"Buecherblogger 3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> getan hat. Und nicht nur er f\u00fchlt sich als Leser get\u00e4uscht und an der Nase herumgef\u00fchrt.<br \/>\nDer Fall &#8222;Al\u00e9a Torik&#8220; hat es inzwischen auch ins Fernsehen geschafft: In der Sendung &#8222;Bauerfeind&#8220; vom 15. April 2013, zu finden in der <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/mediathek\/index.php?display=1&#038;mode=play&#038;obj=35838\" title=\"Mediatheken-Beitrag\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">3sat-Mediathek<\/a>, wurde die Thematik aufgegriffen und der tats\u00e4chliche Autor Claus Heck, gewisserma\u00dfen der Sch\u00f6pfer von Al\u00e9a Torik, vorgestellt und seine Beweggr\u00fcnde beleuchtet. Die ganze Sache zieht also noch immer ihre Kreise.<\/p>\n<h4>Erfundene Autoren &#8212; ein literaturhistorischer Abriss<\/h4>\n<p>Dabei ist die Sachlage gar nicht mal so sonderlich neu. Mir fallen sogar eine ganze Reihe zwar nicht exakt gleich aber doch \u00e4hnlich gelagerter F\u00e4lle ein, die mindestens bis ins 18. Jahrhundert zur\u00fcckreichen. ((Die F\u00e4lle, in denen es nur um das Schreiben unter Pseudonym geht, fallen aus dieser Betrachtung weitgehend heraus, da sie dem Sachverhalt in seiner G\u00e4nze nicht gerecht werden. Einen \u00dcberblick zur Verwendung von Synonymen findet man etwa bei Rainer Schmitz: Was geschah mit Schillers Sch\u00e4del?, Frankfurt am Main 2006, Sp. 1140-1156.)) Das Ph\u00e4nomen zugeschriebener Autorschaft reicht sogar zur\u00fcck \u00fcber die Renaissance ((Lange hat man ja auch \u00fcber die Urheberschaft der Werke Shakespeares debattiert.)) und das Mittelalter bis in die Antike hinein. ((Die klassische Philologie kennt etwa die &#8222;Homerische Frage&#8220; danach, ob die Epen \u00fcberhaupt von einem Autoren allein verfasst wurden, oder ob unter dem Namen gewisserma\u00dfen ein Autorenkollektiv verstanden werden muss.)) <\/p>\n<p>Ich beschr\u00e4nke mich auf die letzten Jahrhunderte &#8212; ohne Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit. Da w\u00e4re zum einen der <a href=\"http:\/\/books.google.de\/books?id=bVgAAAAAcAAJ&#038;printsec=frontcover&#038;dq=ossian&#038;hl=de&#038;sa=X&#038;ei=B32uUYnNFYbBtAaXooGQBA&#038;ved=0CE0Q6AEwAg\" title=\"E-Book bei Google\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Ossian&#8220;<\/a> des Schotten Macpherson, der unter diesem Namen ein altg\u00e4lisches Heldenepos ersonnen hat in dem die einen zu gerne ein schottisches Nationalepos sehen wollten, w\u00e4hrend andere dahinter schon bald die T\u00e4uschung vermuteten. ((Auch in Deutschland wurde der &#8222;Ossian&#8220; rezipiert und fand selbst wiederum Eingang in die Literatur: Goethes Werther etwa gibt sich der Lekt\u00fcre hin und stellt ihn sogar \u00fcber Homer; siehe Brief vom 12. Oktober.)) Hinzu kommen die &#8222;<a href=\"http:\/\/www.zeno.org\/Literatur\/M\/Klingemann,+August\/Roman\/Die+Nachtwachen+des+Bonaventura\" title=\"Text auf zeno.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nachtwachen Bonaventuras<\/a>&#8222;, \u00fcber deren Autorschaft bis in die 1980er Jahre hinein debattiert wurde und hinter der man unter anderem auch Clemens Brentano und E.T.A. Hoffmann vermutete, was sicherlich auch Einfluss auf die Rezeptionshaltung hatte. <\/p>\n<p>Im 19. und fr\u00fchen 20. Jahrhundert war sogar die umgekehrte Genderzuschreibung gang und g\u00e4be, da sich Autorinnen eines m\u00e4nnlichen Pseudonyms bedienten, um ihre Manuskripte ver\u00f6ffentlichen zu k\u00f6nnen. ((Chralotte Bront\u00eb, die unter dem Namen Currer Bell ver\u00f6ffentlichte, w\u00e4re hier zu nennen, oder auch Mary Ann Evans, die besser unter dem Namen George Eliot bekannt ist.)) Diese Pseudandronyme sind im Vergleich zu den Pseudogynymen wie es im Fall &#8222;Al\u00e9a Torik&#8220; vorliegt, deutlich seltener, doch auch hierf\u00fcr lassen sich Beispiele finden: Prosper M\u00e9rim\u00e9e bediente sich etwa auch des Pseudonyms Clara Gazul. ((Vgl. &#8222;Pseudonym&#8220;, in: Gero von Wilpert: Sachw\u00f6rterbuch der Literatur, Stuttgart  <sup>8<\/sup>2001, S. 647f.)) Auch wenn mit der Verwendung eines Pseudonyms nicht zwangsweise eine fiktive Rollenbiographie verkn\u00fcpft sein muss, evoziert der Name doch eine Geschlechterzuschreibung.<\/p>\n<p>Ferner ist nat\u00fcrlich Karl May zu nennen, der zwar nicht unter einem Pseudonym schrieb, allerdings die Selbstinszenierung in der Heldenrolle seiner Abenteuerromane als marketingstrategischen Vorteil erkannt und genutzt hatte &#8212; ganz zu schweigen davon, dass er die L\u00e4nder und Landschaften, die er in seinen B\u00fcchern beschrieb, selbst nie bereist hatte. Dass man seine (Auto-)Biographie etwas &#8222;lebhafter&#8220; gestaltete, als sie tats\u00e4chlich war, kam unter Schriftstellern aber durchaus h\u00e4ufiger vor, wie noch zu zeigen sein wird.<\/p>\n<p>Daneben gibt es B\u00fccher, die von ganz offenkundig fiktiven Autoren geschrieben wurden. Etwa <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B002NT3B2K\/\" title=\"auf amazon.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>&#8222;God Hates Us All&#8220;<\/em><\/a>, &#8222;a wry literary masterpiece&#8220;, verfasst von einem gewissen Hank Moody, der seinerseits von David Duchovny in der Showtime-Serie <em>&#8222;Californication&#8220;<\/em> verk\u00f6rpert wird und aus der auch das vorige Zitat aus dem Klappentext entstammt. In diese Kategorie fallen auch <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B005ERIJ9S\/\" title=\"auf amazon.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Der Bro-Code&#8220;<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B005ERIJWA\/\" title=\"auf amazon.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Das Playbook&#8220;<\/a> von Barney Stinson, einem Charakter aus der Serie &#8222;How I Met Your Mother&#8220;, zu dessen Name wenigstens auch der des &#8222;Co-Autors&#8220; auf dem Cover genannt wird. Die fiktionale Existenz des Autors wird so gewisserma\u00dfen auf die Realit\u00e4t ausgeweitet, sie reicht aus dem an sich geschlossenen Kontext einer TV-Serie heraus. Dabei geht es nat\u00fcrlich um die Vermarktbarkeit des Buches, aber auch um die Vermarktung des Produktes dahinter, womit diese Art fiktionaler Autorschaft eher als erweitertes Merchandising zu verstehen ist.<\/p>\n<p>Die &#8222;T\u00e4uschung&#8220; kann im Literaturbetrieb also durchaus auf eine gewisse Tradition zur\u00fcckblicken. Auch gab es F\u00e4lle, die noch enger mit dem hier betrachteten verwandt sind: Ern Malley war australischer Dichter, der 1918 in Gro\u00dfbritannien geboren worden war und noch in Kindertagen zusammen mit seiner Familie nach Australien auswanderte, wo er als Versicherungskaufmann t\u00e4tig war und nebenher Gedichte verfasste, die nach seinem Tod von seiner Schwester entdeckt wurden &#8212; und er war, ebenso wie seine Schwester und die gesamte Familie, weiter nichts als Fiktion, in Wahrheit ersonnen von den jungen Dichtern James McAuley und Harold Stewart, die den gewisserma\u00dfen posthum ver\u00f6ffentlichten Gedichtband an einem Nachmittag regelrecht &#8222;zusammenw\u00fcrfelten&#8220;. Der Fall flog schlie\u00dflich auf, erfuhr einiges Medienecho, blieb in seinen Folgen aber eher \u00fcberschaubar. ((Dokumentiert ist der Fall etwa auf der offiziellen Homepage <a href=\"http:\/\/www.ernmalley.com\/\" title=\"Offizielle Homepage\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ernmalley.com<\/a>.))<\/p>\n<p>Gerade in den letzten Jahrzehnten gab es dann noch einige solcher &#8222;<em>Literary Hoaxes<\/em>&#8222;, die ein gewisses Skandalpotential aufwiesen: In Belgien gab es den 1997 erschienen, vermeintlich autobiographischen Bestseller &#8222;Survivre avec les Loups&#8220; von Misha Defonseca, in dem sie ihre Geschichte als Holocaust-\u00dcberlebende schildert; 2007 wurde der Roman <a href=\"http:\/\/www.imdb.com\/title\/tt0962782\/\" title=\"Titel in der IMDB\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">verfilmt<\/a>, kurz darauf r\u00e4umte die Autorin ein, dass die Geschichte frei erfunden sei &#8212; sie ist nicht einmal von j\u00fcdischer Abstammung. ((<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-9133130.html\" title=\"Der Artikel auf Spiegel.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Henryk M. Broder berichtete im &#8222;Spiegel&#8220;<\/a> bereits im Dezember 1996 \u00fcber die gerade zu Literatur gewordene aber noch nicht erschienene Lebensgeschichte und scheint auch schon damals ein wenig Lunte gerochen zu haben, wenn er konstatiert, dass, wer bei dieser Geschichte an &#8222;Shoa-Business&#8220; denke, &#8222;mit seinem Verdacht vermutlich nicht v\u00f6llig daneben&#8220; liege.)) Vornehmlich in Australien sorgte der Fall &#8222;Norma Khouri&#8220; f\u00fcr einiges Aufsehen, deren 2003 erschienenes Buch &#8222;<em>Honor Lost<\/em>&#8220; \u00fcber Ehrenmord sich ein Jahr sp\u00e4ter als nicht wahrheitsgem\u00e4\u00df herausstellte. ((Ihr Fall wurde 2007 unter dem Titel <a href=\"http:\/\/www.imdb.com\/title\/tt0790808\/\" title=\"Titel in der IMDB\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Forbidden Lie$&#8220;<\/a> (sic!) verfilmt.)) In den USA gab es 2006 eine Kontroverse um James Frey, nachdem aufgedeckt wurde, dass seine autobiographischen Romane <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B002VHI8T0\/\" title=\"auf amazon.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;A Million Little Pieces&#8220; (2003)<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B002VCR0HQ\/\" title=\"auf amazon.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;My Friend Leonard&#8220; (2005)<\/a> \u00fcber Drogen- und Alkoholabh\u00e4ngigkeit keinen realen biographischen Hintergrund hatten. Auch in Deutschland gab es \u00e4hnliche F\u00e4lle in den letzten Jahren. Ich erinnere etwa an die Kontroverse um das 2004 erschienene &#8222;Feuerherz&#8220; der Autorin Senait Mehari, deren Vergangenheit als Kindersoldatin \u00f6ffentlich angezweifelt wurde. ((Berichte des NDR-Medienmagazins ZAPP finden sich noch auf <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=sYSZUl84f5A\" title=\"Beitrag auf YouTube\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">YouTube<\/a> oder auf der <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/zapp\/media\/zapp946.html\" title=\"Beitrag auf ndr.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Homepage des NDR<\/a>.)) Oder an Ulla Ackermanns Autobiographie &#8222;Mitten in Afrika \u2013 Zuhause zwischen Paradies und H\u00f6lle&#8220; von 2003, die mehrere Wochen auf den Bestsellerlisten zu finden war, bevor sie als unwahr enttarnt wurde. 2008 gab es in den USA den Fall von Margaret B. Jones, die in ihrer fiktiven Autobiographie &#8222;Love and Consequences&#8220; von ihrer angeblichen Vergangenheit im Gang-Milieu der &#8222;<em>Bloods<\/em>&#8220; berichtete und schlie\u00dflich aufgrund ihrer Schwester aufflog.<\/p>\n<p>Und dann gab es da, ebenfalls 2008, diesen Fall in den USA, vor dessen Hintergrund die Erschaffung einer &#8222;Al\u00e9a Torik&#8220; geradezu wie eine m\u00fcde Kopie, wie ein billiger Abklatsch erscheinen muss, da jener aufgrund der abgehandelten Thematik und des gesamten Ausma\u00dfes der T\u00e4uschung eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Brisanz entfaltete. JT LeRoy, 1980 in West Virginia geboren, durchlebte eine Zeit der Prostituion, der Drogenabh\u00e4ngigkeit und der Landstreicherei, die ihren Tribut in Form einer HIV-Infektion forderte, und verarbeitete seine Erfahrungen schlie\u00dflich, indem er dar\u00fcber in autobiographisch angehauchten Romanen schrieb &#8212; oder eben auch nicht. So stellte sich nach mehreren Jahren erfolgreicher T\u00e4uschung heraus, dass es einen JT LeRoy nie gegeben hat, dieser vielmehr von einer gewissen Laura Albert ersonnen worden war, die auch die Interviews und \u00f6ffentlichen Auftritte, inszenierte; ein weiterer Clou bestand darin, dass LeRoy bei \u00f6ffentlichen Auftritten von deren mit Per\u00fccke und Sonnenbrille ausgestatteten Schw\u00e4gerin Savannah gespielt wurde. Der Fall verursachte einiges Aufsehen, ((Stellvertretend f\u00fcr andere Berichte sei an dieser Stelle auf <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2007\/06\/20\/nyregion\/20cnd-writer.html?ex=1339992000&#038;en=dd65fdd75ca5b238&#038;ei=5088&#038;_r=0\" title=\"NY-Times \u00fcber JT LeRoy\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">jenen in der New York Times<\/a> verwiesen, die im Oktober 2005 den Schwindel auffliegen lie\u00df.)) nicht zuletzt weil JT LeRoy die <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2006\/04\/LeRoy\/komplettansicht\" title=\"Die Zeit \u00fcber die Begeisterung Hollywoods f\u00fcr JT LeRoy\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Herzen so manches Hollywoodstars erobert<\/a> hatte. Asia Argento verfilmte sogar den zweiten Roman LeRoys, <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B004KBSPVQ\/\" title=\"Der Film auf amazon.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>&#8222;The Heart is Deceitful Above All Things&#8220;<\/em><\/a>, ohne zu wissen, dass der vermeintliche autobiographische Roman gar nicht so autobiographisch ist. Man kann sich vorstellen, dass nicht nur die Promis von dieser Wende, gelinde gesagt, wenig begeistert waren&#8230; Ein kleines K\u00f6rnchen Wahrheit k\u00f6nnte am Ende aber dennoch darin stecken: Im Rahmen eines <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/de\/jt-leroy\/1956010,CmC=1956034.html\" title=\"Informationen zum Beitrag auf arte.tv\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitrages der arte-Sendung &#8222;Tracks&#8220; vom 7. M\u00e4rz 2008<\/a>, ((Ein Video der deutschen Fassung des Beitrages konnte ich nicht auftreiben, das der franz\u00f6sischen findet man allerdings auf <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0wLDQMBGeao\" title=\"Frz. Tracks-Beitrag auf YouTube\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">YouTube<\/a>.)) beschreibt sie die Figur als eine Art &#8222;Alter Ego&#8220;, derer sie sich bediente, um ihren eigenen Missbrauch als Kind zu verarbeiten und die schlie\u00dflich ein Eigenleben entwickelte und sich gewisserma\u00dfen als multiple Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung manifestierte.<\/p>\n<p>Gerade die Beispiele aus j\u00fcngster Zeit zielen eindeutig darauf ab, die eigene Pers\u00f6nlichkeit f\u00fcr das Publikum interessanter zu machen. Man schreckt nicht davor zur\u00fcck, sich als Junkie zu inszenieren, um Aufmerksamkeit, vielleicht sogar Mitleid, zu erregen. Doch noch einmal zur\u00fcck zu Al\u00e9a Torik, deren Rollenzuschreibung vor dem Hintergrund falscher Holocaust-Biographien und abgefuckter Junkie-Existenzen geradezu harmlos scheinen muss.<\/p>\n<h4>Von der Notwendigkeit, eine Frau zu sein&#8230;<\/h4>\n<p>Verh\u00e4lt sich der Sachverhalt tats\u00e4chlich so, wie der &#8222;Bauerfeind&#8220;-Beitrag es darstellt, und der Autor ist zuvor mit seiner richtigen Identit\u00e4t bei mehreren Verlagen abgeblitzt, zeigt diese Angelegenheit in der Tat einmal mehr die Oberfl\u00e4chlichkeit des deutschen Literaturbetriebes auf, der sich in der Tat mehr f\u00fcr die Biographien ihrer Autoren als f\u00fcr die Literatur selbst zu interessieren scheint. ((Was war das doch damals, anno 2010, f\u00fcr ein Skandal mit diesem <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B005RZB7B4\/\" title=\"Axolotl Roadkill auf amazon.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Plagiat der Helene Hegemann<\/a>. Man h\u00e4tte das alles doch so gerne glauben wollen in den Feuilletons&#8230;!)) F\u00fcr die Verbreitung auf dem Literaturmarkt und die Befriedigung einer von den Verlagen angenommenen Erwartungshaltung des Publikums, scheint es tats\u00e4chlich angeraten zu sein, sich als weiblichen Genius zu verkaufen. Mit der Kreation des Typus einer jungen, weiblichen Autorin, am besten noch als &#8222;Stimme ihrer Generation&#8220; in den Himmel gehoben, wie in diesem Fall auch gerne mit Migrationshintergrund, geht die Erschaffung einer Erwartungshaltung einher, direkt in deren Vorstellungs- und Gedankenwelt eintauchen zu k\u00f6nnen. Die Verlage geizen dahingehend zumeist auch nicht mit Hinweisen auf die &#8222;Authentizit\u00e4t&#8220; des Geschriebenen. Dabei m\u00fcsste doch eigentlich klar sein, dass nicht einmal bei realen Personen, die diesem Typus entsprechen, davon ausgegangen werden kann, dass ihre Schilderungen etwas anderes als Fiktion seien. Und vielleicht bin ich dahingehend etwas naiv, doch scheint mir der Intellekt, der zum Verfassen eines auch nur halbwegs lesenswerten Romans vonn\u00f6ten ist, die von manchem Leser erwarteten sexuellen Eskapaden sodomistischer Verderbtheit von vornherein weitgehend auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<h4>Authentisch &ne; autobiographisch<\/h4>\n<p>Die Konzeption als pure Werbestrategie abzutun, wie dies an verschiedener Stelle im Laufe der Diskussion getan wurde, greift f\u00fcr mich aber zu kurz. Warum dies aber trotzdem kein Betrug am Leser sein sollte? Weil die so suggerierte Authentizit\u00e4t keineswegs die Authentizit\u00e4t eines Autors <em>per se<\/em> ist. Oder, um es anders auszudr\u00fccken, weil Authentizit\u00e4t nicht mit Autobiographie gleichzusetzen ist. Ein Autor erschafft Fiktionen. Dass er die Realit\u00e4t dabei in gr\u00f6\u00dferem oder kleineren Ma\u00dfe einflie\u00dfen l\u00e4sst, ist klar. ((Sogar Fantasy- und Science-Fiction-Literatur muss ja &#8212; und sei es nur hinsichtlich der Interaktion zwischen Figuren &#8212; gewisserma\u00dfen aus der Realit\u00e4t gespeist werden.)) Was f\u00fcr ihn aber &#8222;Authentizit\u00e4t&#8220; ausmacht, so meine These, ist weniger der Anteil an Realit\u00e4t im Erz\u00e4hlten, als vielmehr der Anteil des Autors in seinem Text in Form seiner Ideologie, seiner Weltanschauung oder wie auch immer man den Impetus nennen will, der ihn zum Schreiben antreibt. Zu welchem Mittel dieser letzten Endes greift, um seinen Text auf den Markt zu bringen und diesen vielleicht auch ein bisschen aufzur\u00fctteln, h\u00e4ngt dann aber weniger von seiner Authentizit\u00e4t als vielmehr von seiner Aufrichtigkeit (auch dem Leser gegen\u00fcber) ab.<\/p>\n<h4>Kein Vergehen, ein Verdienst!<\/h4>\n<p>Nat\u00fcrlich muss sich Kunst, jedenfalls dort, wo man sie als frei von \u00e4u\u00dferen Zw\u00e4ngen ansehen will, keinen normativen Werten unterordnen. Werden diese Werte dann durch sie in Frage gestellt, werden mit ihr Grenzen \u00fcberschritten, so folgt daraus der Skandal. Und was w\u00e4re die Kunst ohne Skandale? Das Verdienst des Autors hinter der k\u00fcnstlichen Identit\u00e4t liegt meines Erachtens darin, dass er den Leser &#8212; jedenfalls nachdem die artifizielle Identit\u00e4t aufgeflogen ist und unabh\u00e4ngig davon, ob dieser Effekt beabsichtigt war &#8212; zur Reflexion zwingt, indem er ein Prinzip in Frage stellt, das heute nur allzu gerne als Ma\u00dfstab angelegt wird: Wie viel von dem, was in dem Buch steht, ist &#8222;echt&#8220;? ((Eine Frage, die man sogar bei B\u00fcchern stellen sollte, die namentlich als Autobiographie ausgewiesen sind. Man denke nur an Goethes apotheotisches &#8222;Dichtung und Wahrheit&#8220;.)) Die Frage nach der Korrelation mit der Autobiographie des Autors h\u00f6rt man des \u00d6fteren bei Lesungen, manchmal h\u00f6rt oder liest man sie auch in Interviews. Das Spiel mit der damit verbundenen Erwartungshaltung ist ebenfalls nicht neu. Charlotte Roche, die ich in diesem Zusammenhang keinesfalls als Beispiel f\u00fcr sch\u00f6ngeistige Literatur heranziehen m\u00f6chte, deren Fall aber noch recht gut im kollektiven Ged\u00e4chtnis verankert sein d\u00fcrfte, hat diese Finte als Werbestrategie eine erhebliche Zahl zus\u00e4tzliche Leser beschert. Dass sich der Leser dabei an der Nase herumgef\u00fchrt f\u00fchlen darf, r\u00e4umte Roche etwa in einem <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/33\/Roche-Hensel\/seite-3\" title=\"Interview Roche\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interview mit dem ZEITmagazin<\/a> ein. Die Erschaffung einer &#8222;Al\u00e9a Torik&#8220; geht lediglich noch einen Schritt weiter, indem sie die autobiographischen Bez\u00fcge gewisserma\u00dfen ins Leere &#8212; oder zumindest ins Opake einer erfundenen Biographie &#8212; laufen l\u00e4sst.<\/p>\n<h4>Fazit<\/h4>\n<p>Dass Erkenntnis auch mal schmerzlich sein kann, manchmal sogar schmerzlich sein muss, ist nichts neues. Es ist nicht verwerflich, einem solchen &#8222;Betrug&#8220; (so man es denn als solchen wahrnimmt) aufgesessen zu sein, solange man eine Lehre daraus zieht. Und wenn man sich das n\u00e4chste Mal dabei ertappt, \u00fcber den autobiographischen Hintergrund eines fiktiven Textes zu spekulieren, sollte man sich vielleicht fragen, wann man eigentlich im Radio zuletzt von einer Alieninvasion geh\u00f6rt hat&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<blockquote><p> &#8222;[&#8230;] &#8218;Darf&#8216; ein Autor eine Identit\u00e4t inszenieren, um seine B\u00fccher an den Mann zu bringen? Darf der Roman also auf das Leben des Autors \u00fcbergreifen bzw umgekehrt, darf man sich selbst zur Romanfigur machen, die man dann ein Buch schreiben l\u00e4sst? [&#8230;]&#8220; <cite> <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/julizeh.autorin\" title=\"Juli Zeh auf FB\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Juli Zeh<\/a> am 4. Juni auf  <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/julizeh.autorin\/posts\/468327693260235\" title=\"Post auf FB\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Facebook<\/a> <\/cite> <\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Fragen stellte Juli Zeh als Reaktion auf einen schon etwas zur\u00fcckliegenden <a href=\"http:\/\/buecherblogger.wordpress.com\/2012\/03\/07\/der-blog-aleatorik\/\" title=\"Buecherblogger \u00fcber Aleatorik\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel des &#8222;Buecherbloggers&#8220;<\/a>, in dem sich selbiger \u00fcber die Fiktionalit\u00e4t einer Autorinnenidentit\u00e4t br\u00fcskiert. Aber der Reihe nach.<\/p>\n<p>H\u00e4tte nicht ausgerechnet Juli Zeh diese Frage gestellt, ich h\u00e4tte sie aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem Kopfsch\u00fctteln abgetan und als engstirnig oder spie\u00dfb\u00fcrgerlich angesehen. ((Sie selbst weist in einem sp\u00e4teren Kommentar darauf hin, dass die Frage nicht so sehr normativ zu verstehen sei, sondern auf die gesellschaftliche Akzeptanz einer solchen T\u00e4uschung abziele. In der Folge entbrennt eine Diskussion, in die sich schlie\u00dflich Al\u00e9a Torik selbst einklinkt, die\/der daf\u00fcr eigens einen Facebook-Account eingerichtet hat. Auf den genauen Diskussionsverlauf kann hier nicht n\u00e4her eingegangen werden, sie diente lediglich als Anregung f\u00fcr die vorliegende Auseinandersetzung mit dem Thema.)) So aber sah ich mich gezwungen, mich von meiner etwas oberfl\u00e4chlichen Betrachtungsweise zu verabschieden und mich etwas in die Materie einzuarbeiten.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,4],"tags":[47,51,52,92,93,131],"class_list":["post-141","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur","category-literatur","tag-fakt-und-fiktion","tag-fiktive-autobiographie","tag-fiktive-biographien","tag-literaturbetrieb","tag-literaturgeschichte","tag-selbstinszenierung","post-preview"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/141","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=141"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/141\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=141"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=141"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=141"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}