{"id":360,"date":"2013-10-25T18:53:29","date_gmt":"2013-10-25T16:53:29","guid":{"rendered":"http:\/\/florianko.de\/blog\/?p=360"},"modified":"2013-10-25T18:53:29","modified_gmt":"2013-10-25T16:53:29","slug":"frankfurter-buchmesse-2013","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/florianko.de\/blog\/2013\/10\/25\/frankfurter-buchmesse-2013\/","title":{"rendered":"Frankfurter Buchmesse 2013"},"content":{"rendered":"<p>Es ist inzwischen zu einem Ritual geworden, dass ich mich an beiden Besuchertagen durch die Buchmesse schlage. Zwar w\u00e4re es als Student auch m\u00f6glich zu den Fachbesuchertagen zu gehen, aber das ist a) trotz Erm\u00e4\u00dfigung noch saum\u00e4\u00dfig teuer und b)unn\u00f6tig, wenn man aus der Erfahrung gelernt hat, wie man den gr\u00f6\u00dften Menschenmassen aus dem Weg geht, um trotzdem alles zu sehen. Lediglich wenn man bestimmte Veranstaltungen sehen m\u00f6chte, muss man sich dann ins arge Get\u00fcmmel st\u00fcrzen. Einen groben Plan zu haben, was man besuchen m\u00f6chte, mag zwar hilfreich sein, erfahrungsgem\u00e4\u00df h\u00e4lt man sich aber dann doch nicht dran oder das Gedr\u00e4nge ist trotz des eingerechneten Puffers noch zu gro\u00df, um rechtzeitig vor Ort zu sein. Viel sch\u00f6ner ist es ohnehin sich durch das Treiben treiben zu lassen und mal hier, mal da halt zu machen.<\/p>\n<p>Fast zwei Wochen ist der Trubel nun schon wieder her ohne dass ich dazu gekommen w\u00e4re, diesen Beitrag endlich zu einem Abschluss zu bringen. Inzwischen haben meine F\u00fc\u00dfe l\u00e4ngst wieder aufgeh\u00f6rt zu schmerzen, der enorme Papierstapel in Form von Prospekten, Flyern etc. neben meinem Bett hat wieder abgenommen und schlie\u00dflich ist dann doch dieser Text hier ist entstanden. Es folgt meine pers\u00f6nliche Nachlese der Frankfurter Buchmesse 2013.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h3>Samstag &#8212; Tag 1<\/h3>\n<p>Die Sache mit den Menschenmassen f\u00e4ngt wie immer schon im Zug an. Meiner pers\u00f6nlichen Tradition entsprechend bin ich zwar rechtzeitig am Bahnsteig, bekomme aber trotzdem keinen Sitzplatz mehr und stehe &#8212; wie so ziemlich jedes Jahr &#8212; im Ausstieg auf der Treppe. Nach dem Klingeln des Weckers ist dies bereits der zweite Punkt an dem ich mich Frage, warum ich diesen Mist eigentlich allj\u00e4hrlich mitmache. Ich Fluche ein wenig auf die Bahn, die auch dieses Jahr nicht schlauer geworden und auf die Idee gekommen ist, mehr Z\u00fcge oder wenigstens mehr Waggons einzusetzen, finde mich dann aber mit meinem Schicksal ab. Man muss als Mainzer ja inzwischen froh sein, wenn hier \u00fcberhaupt Z\u00fcge fahren&#8230;<\/p>\n<h4>Luis &amp; R\u00f3mulo Royo<\/h4>\n<div id=\"attachment_373\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/FBM2013_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-373\" src=\"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/FBM2013_1-300x224.jpg\" alt=\"Gespr\u00e4chsrunde\" width=\"300\" height=\"224\" class=\"size-medium wp-image-373\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-373\" class=\"wp-caption-text\">Gespr\u00e4chsrunde mit Luis und R\u00f3mulo Royo<\/p><\/div>\n<p>\nDer Rest der Anreise l\u00e4uft Problemlos mit der U-Bahn und nachdem ich horrende elf Euro f\u00fcr ein erm\u00e4\u00dfigtes Ticket hingebl\u00e4ttert habe, betrete ich die geheiligten Hallen der B\u00fcchernarren. Schon auf dem Weg zur ersten Halle gibts dann hier ein T\u00fctchen, da einen Flyer und die unvermeidliche Messezeitung der <em>Frankfurter Allgemeinen<\/em> bei der man in diesem Jahr, wie sich am Folgetag zeigen sollte, die sonnt\u00e4gliche Ausgabe wegrationalisiert hatte. Aber der Reihe nach. An diesem Samstag steht als erster Programmpunkt ein Interview mit Luis und seinem Sohn R\u00f3mulo Royo auf meiner Tagesordnung, die in der Comic-Area von ihrem Gemeinschaftsprojekt <a href=\"http:\/\/www.cross-cult.de\/news-details\/items\/zeit-des-boesen.html\" title=\"Zeit des B\u00f6sen auf der Homepage von Cross-Cult\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Zeit des B\u00f6sen<\/em><\/a> berichteten. Zwar war ich nie ein gro\u00dfer Anh\u00e4nger des Stils von Luis Royo, doch wollte ich einfach einmal sehen, welches Gesicht sich hinter diesem Namen verbirgt. In dem Teil, den ich mitbekommen habe, ging es vornehmlich um das Setting und die Figurengestaltung in <em>Zeit des B\u00f6sen<\/em>, was durchaus spannend war, wenn auch durch die \u00dcbersetzung aus dem Spanischen vielleicht etwas verloren ging. Ein Blick auf die Uhr l\u00e4sst mich dann auch schon in die n\u00e4chste Halle eilen.<\/p>\n<h4>&#8222;Martensteins Morgenmesse&#8220;<\/h4>\n<p>Zum ersten Mal an diesem Tag muss ich mich nun wirklich durchs Gedr\u00e4nge k\u00e4mpfen und so erreiche ich mit etwas Versp\u00e4tung den Stand der <em>Zeit<\/em>, wo Harald Martenstein bereits mit seiner &#8222;Morgenmesse&#8220; begonnen hat &#8212; es h\u00e4tte mich ja auch gewundert, wenn es mir gelingen w\u00fcrde, in meinem Zeitplan zu bleiben. Man mag ja von Martenstein halten was man will, schon alleine die Tatsache, dass er in Mainz geboren wurde, war mir Grund genug die Lesung aus seinen Kolumnen anzuh\u00f6ren &#8212; au\u00dferdem kann ich mich immer wieder f\u00fcr seinen pointierten Schreibstil begeistern, auch wenn ich nicht immer mit ihm einer Meinung bin. K\u00fcnftig werde ich seine Beitr\u00e4ge aber wohl auch lieber wieder lesen anstatt sie mir anzuh\u00f6ren&#8230;<\/p>\n<h4><em>lyrix<\/em><\/h4>\n<div id=\"attachment_374\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/FBM2013_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-374\" src=\"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/FBM2013_2-300x225.jpg\" alt=\"Vortrag\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"size-medium wp-image-374\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-374\" class=\"wp-caption-text\">Eine der Preistr\u00e4gerinnen des lyrix-Wettbewerbs<\/p><\/div>\n<p>Als sich die Menschentraube wieder aufgel\u00f6st hat, schlendere ich durch die Halle und bleibe am Stand des <em>Deutschlandradios<\/em> h\u00e4ngen, wo in K\u00fcrze eine Lesung mit den Gewinnern des bundesweiten Sch\u00fclerwettbewerbs <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/lyrix\/\" title=\"Der Wettbewerb auf der Homepage des Deutschlandradios\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>lyrix<\/em><\/a> stattfinden soll. Warum nicht, denke ich, und harre der Dinge, die da kommen. Nach einer kurzen Anmoderation geht es auch schon los. Den Anfang macht Josefine Bergholz, gefolgt von Christiane Heidrich und Helena Kies. Es ist durchaus spannend, den unterschiedlichen Stilen im Umgang mit Sprache zuzuh\u00f6ren.<\/p>\n<h4>&#8222;Before they pass away&#8220;<\/h4>\n<p>Mein wirkliches Highlight des Tages folgt etwas sp\u00e4ter am Stand von <em>teNeues<\/em>, wo unter anderem auch Fotograf Jimmy Nelson sein Projekt <a href=\"http:\/\/beforethey.com\/\" title=\"Homepage des Projekts\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Before they pass away<\/em><\/a> vorstellt. Ist schon die &#8222;regul\u00e4re&#8220; Ausgabe seines Buches &#8212; die Anf\u00fchrungszeichen deshalb, weil auch diese stolze 128\u20ac kostet &#8212; ein gelungenes Meisterwerk, konnte man zus\u00e4tzlich auch noch eine Schmuckausgabe (der Preis daf\u00fcr liegt dann bei 6500\u20ac) in noch gr\u00f6\u00dferen Dimensionen (40cmx59cm) bewundern. Man kann sich schon in den wundervollen Arbeiten verlieren, die man da zu sehen bekommt. <em>Before they pass away<\/em> ist ein wunderbares Projekt und eine fotografische Meisterleistung. Es dokumentiert gewisserma\u00dfen die Lebensweise von Naturv\u00f6lkern auf der ganzen Welt, die Jimmy Nelson seit 2009 besucht hat. Der dokumentarische Charakter wird dabei nat\u00fcrlich insofern relativiert, als dass die Motive arrangiert werden m\u00fcssen. Bevor ich nun aber ganz ins Schwelgen gerate, fasse ich mich an dieser Stelle aber lieber kurz und schreibe lieber bei Gelegenheit noch einen eigenen Beitrag \u00fcber dieses phantastische Meisterwerk.<\/p>\n<p>Der Grund aber, aus dem <em>Before they pass away<\/em> zu meinem pers\u00f6nlichen H\u00f6hepunkt wird ist der, dass ich das gro\u00dfe Gl\u00fcck habe, mit Jimmy Nelson pers\u00f6nlich ins Gespr\u00e4ch zu kommen und ihm ein paar Fragen hinsichtlich seiner Arbeitsweise, der Authentizit\u00e4t der Motive und anderer Aspekte des Projekts stellen zu k\u00f6nnen. Wir unterhalten uns wohl eine gute halbe Stunde und mir wird ein unglaublich pers\u00f6nlicher Zugang zu seinem Werk gew\u00e4hrt. Am Ende tut es mir wirklich in der Seele weh, derzeit nicht \u00fcber das n\u00f6tige Kleingeld zu verf\u00fcgen, um eines seiner B\u00fccher erstehen und von ihm signieren lassen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h4>&#8222;How to draw the Simpsons&#8220;<\/h4>\n<div id=\"attachment_375\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/FBM2013_3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-375\" src=\"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/FBM2013_3-225x300.jpg\" alt=\"Bill Morrison zeichnet\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-375\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-375\" class=\"wp-caption-text\">Bill Morrison zeichnet Bart Simpson<\/p><\/div>\n<p>Nach diesem unglaublich inspirierenden Gespr\u00e4ch, kann es eigentlich kaum noch besser werden. Was aber nat\u00fcrlich kein Grund ist, sich nicht weiter treiben zu lassen. Mein Weg f\u00fchrt mich wieder zur Comic-Area, dieses Mal um Bill Morrison, dem Chefzeichner der <em>Simpsons<\/em>, \u00fcber die Schulter zu schauen, wie man Bart, Homer und Mr. Burns zeichnete. Als dann die Nummern f\u00fcr die anschlie\u00dfende Signieraktion verteilt werden, mache ich mich aus dem Staub. H\u00e4tte man sich einfach irgendwas signieren lassen k\u00f6nnen, w\u00e4re ich vielleicht noch geblieben und h\u00e4tte mein Gl\u00fcck versucht, da aber nur Simpsons-Comics zugelassen waren, ziehe ich es vor weiterzuziehen.<\/p>\n<h4>Sich treiben lassen&#8230;<\/h4>\n<p>Den Rest des Tages kann ich mich dann wirklich treiben lassen. Ich habe mir keine weiteren Veranstaltungen ausgesucht, an denen ich gerne teilnehmen w\u00fcrde und so tingele ich durch die Teile der Hallen, die ich bislang noch nicht gesehen habe. Am Stand der Tageszeitung <em>Die Welt<\/em> spricht gerade Andrea Maria Schenkel &#8212; vermutlich \u00fcber ihren neuen Roman. Ich bleibe nicht stehen und verschwende gerade eben noch einen Gedanken daran wie \u00fcberaus gut das &#8222;Niveau&#8220; des Springer-Blattes und der unterirdische Schreibstil der &#8222;Autorin&#8220; doch zusammenpassen.<\/p>\n<p>Manche Verlage k\u00f6nnten ihre Mitarbeiter vor einer Messe ruhig mal etwas briefen, vielleicht w\u00fcrden sie dann bei einfachsten Nachfragen nicht aus der W\u00e4sche gucken, als habe man sie soeben nach dem einzig wahren Sinn des Lebens gefragt. Die Richtige Antwort w\u00e4re \u00fcbrigens in diesem Falle nicht 42 gewesen&#8230;<\/p>\n<p>Und hat man von Arschl\u00f6chern auf der Messe bislang noch nicht genug, kann man sie sich in Halle 4.1 auch noch aus n\u00e4chster N\u00e4he ansehen. Und zwar in so nahen Close-Up-Fotografien, dass man sie gar nicht als solche erkennen w\u00fcrde, w\u00fcrde das Buch in dem sie verewigt sind nicht auf den sch\u00f6nen Namen <em>Backstage<\/em> h\u00f6ren.<\/p>\n<h4>Brasilien<\/h4>\n<div id=\"attachment_377\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/FBM2013_5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-377\" src=\"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/FBM2013_5-300x224.jpg\" alt=\"S\u00e4ulen\" width=\"300\" height=\"224\" class=\"size-medium wp-image-377\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-377\" class=\"wp-caption-text\">Menschen zwischen Fotos und Papier<\/p><\/div>\n<p>Fast schon als Abschluss des Tages lege ich meinen Besuch in der Halle des Gastlandes, Brasilien, ein. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Wege die Gastl\u00e4nder gehen, um den Besuchern die Literatur ihre Literatur nahezubringen. In diesem Jahr finden sich dazu unter anderem H\u00e4ngematten, auf denen man sich mithilfe von Kopfh\u00f6rern aus dem Messegeschehen ausklinken kann oder S\u00e4ulen mit Abrei\u00dfzetteln auf denen Romanasuz\u00fcge zu lesen sind und deren Gestaltung \u00fcber ein auf die S\u00e4ulen aufgedrucktes Bild an die Texte heranf\u00fchrt und zum Entdecken einl\u00e4dt.<\/p>\n<div id=\"attachment_378\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/FBM2013_6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-378\" src=\"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/FBM2013_6-225x300.jpg\" alt=\"H\u00e4ngematten\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-378\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-378\" class=\"wp-caption-text\">Mit H\u00e4ngematten k\u00f6dert man nat\u00fcrlich jeden laufm\u00fcden Buchmessenbesucher&#8230;<\/p><\/div>\n<p>Zwar muss ich zugeben, dass diese Aufbereitung an Imposanz dem letztj\u00e4hrigen Gastgeber Neuseeland kaum das Wasser reichen kann &#8212; man hatte damals gesamte Halle verdunkelt und darin ein gro\u00dfes Wasserbecken aufgebaut, um mit den dadurch entstehenden Reflexionen und Lichtreflexen bei artistischen und t\u00e4nzerischen Darbietungen die Zuschauer zu verzaubern &#8212; aber auch dieser Aufbau hat definitiv seinen Reiz!<\/p>\n<h3>Sonntag &#8212; Tag 2<\/h3>\n<p>Messesonntag. Weil einem das Gedr\u00e4nge am ersten Tag ja auch noch nicht gereicht hat. Da ich mich aber noch mit Freunden treffen will, mache ich mich nach viel zu wenig Schlaf erneut auf den Weg nach Frankfurt. Die erste \u00dcberraschung wartet bereits im Zug: Es gibt noch Sitzpl\u00e4tze! Es scheint sich tats\u00e4chlich zu lohnen nicht ab Hauptbahnhof sondern ab Kastel zu starten. Irgendwie ist es aber auch irritierend, dass man bis zum Messegel\u00e4nde selbst keinen einzigen Cosplay zu sehen bekommt. Aber vielleicht ist es dazu einfach noch etwas zu fr\u00fch&#8230;<\/p>\n<p>Sonderlich viel gibt es von diesem Tag dann auch gar nicht zu berichten, da ich mich in erster Linie als &#8222;Reiseleiter&#8220; f\u00fcr meine Begleiter verdinge, indem ich versuche sie am gr\u00f6bsten Gedr\u00e4nge vorbei zu schleusen. Ein Highlight gibt es dann aber doch.<\/p>\n<h4>Signierstunde mit Daniel Kehlmann<\/h4>\n<div id=\"attachment_372\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/FBM2013_7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-372\" src=\"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/FBM2013_7-225x300.jpg\" alt=\"Kehlmann\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-372\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-372\" class=\"wp-caption-text\">Kehlmann!<\/p><\/div>\n<p>In Erwartung einer Lesung aus seinem neuen Roman <a title=\"Buch auf der Homepage des rowohlt-Verlags\" href=\"http:\/\/www.rowohlt.de\/buch\/Daniel_Kehlmann_F.2694672.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>F<\/em><\/a> setze ich mich von meinen Begleitern ab und gehe zum Messestand des <em>rowohlt<\/em>-Verlags, um ein wenig Daniel Kehlmann zu lauschen. Dort angekommen muss ich aber feststellen, dass ich das Programm offenbar missverstanden habe und anstatt einer Lesung eine Signierstunde abgehalten wird. Die Schlange sieht nicht allzu lang aus und so beschlie\u00dfe ich, mir ein zweites Exemplar von <em>F<\/em> zuzulegen, obwohl ich das Buch bereits gelesen habe. Inzwischen bin ich also stolzer Besitzer eines signierten und mit einer Widmung versehenen Exemplars des besagten Romans!<\/p>\n<h3>Res\u00fcmee<\/h3>\n<p>Die Messe allgemein war wie immer sowohl sch\u00f6n als auch anstrengend. Ich muss aber auch sagen, dass es f\u00fcr mich zugleich die ereignisreichste (Jimmy Nelson, Daniel Kehlmann) aber auch irgendwie die langweiligste Buchmesse bislang war, da ich ohne eine einzige wirkliche &#8222;Neuentdeckung&#8220; von dannen ziehen musste. Wo zur H\u00f6lle waren denn blo\u00df meine kleinen und &#8222;Indie&#8220;-Verlage geblieben? Insbesondere den Verlag <a title=\"Homepage des Verlags\" href=\"http:\/\/www.onkelundonkel.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Onkel &amp; Onkel<\/a> habe ich schmerzlich vermisst, hatte man mir doch an dessen Stand im vergangenen Jahr eine tolle Buchempfehlung ausgesprochen. Gerne h\u00e4tte ich das in diesem Jahr wiederholt. Auch bei den B\u00fcchern \u00fcber Kunst und Fotografie war dieses Jahr nichts dabei, was mich so richtig &#8222;angesprungen&#8220; h\u00e4tte&#8230; Wenn ich nur sehen wollte, was die gro\u00dfen Verlage zu bieten haben, kann ich auch in die n\u00e4chstbeste Buchhandlung gehen! Ich hoffe, dass das im kommenden Jahr wieder besser wird.<\/p>\n<p>So. Und da ich finde, meine Misanthropie nun lange genug im Zaum gehalten zu haben, gibt es zum Abschluss noch meine Top 5 der nervigsten Dinge auf der Buchmesse:<br \/>\n[white_box]<br \/>\n<strong>Top 5<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Menschen allgemein<\/li>\n<li>Menschen, die Trolleys hinter sich herziehen<\/li>\n<li>Menschen, die unmittelbar nach Rolltreppen auf der Stelle stehen und sich umschauen wie ein Reh im Scheinwerferlicht<\/li>\n<li>Menschen, die aufgrund ihrer offenbaren Altersdemenz ihre Manieren vergessen zu haben scheinen &#8212; das Alter ist keine Entschuldigung daf\u00fcr, sich wie der letzte Arsch aufzuf\u00fchren!<\/li>\n<li>Menschen, bei denen man sich aufgrund von aufgeschnappten Gespr\u00e4chsfetzen fragt, wie sie auf die Idee gekommen sein mochten, sich in Anbetracht ihres soeben dargebotenen Intellekts, ausgerechnet eine BUCHmesse zu besuchen&#8230;<\/li>\n<\/ol>\n<p>[\/white_box]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist inzwischen zu einem Ritual geworden, dass ich mich an beiden Besuchertagen durch die Buchmesse schlage. Zwar w\u00e4re es als Student auch m\u00f6glich zu den Fachbesuchertagen zu gehen, aber das ist a) trotz Erm\u00e4\u00dfigung noch saum\u00e4\u00dfig teuer und b)unn\u00f6tig, wenn man aus der Erfahrung gelernt hat, wie man den gr\u00f6\u00dften Menschenmassen aus dem Weg [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,4],"tags":[31,40,58,81,88,91,99,101],"class_list":["post-360","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur","category-literatur","tag-buchmesse","tag-daniel-kehlmann","tag-frankfurt","tag-jimmy-nelson","tag-lesung","tag-literatur","tag-luis-royo","tag-lyrix","post-preview"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/360","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=360"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/360\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=360"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=360"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/florianko.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=360"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}