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Kleine Einführung in die Sofortbildfotografie

Auf den ers­ten Blick scheint der Reiz von Sofort­bil­dern spä­tes­tens seit dem Erfolg von Insta­gram ver­lo­ren zu sein. Im Zeit­al­ter der Digi­tal­ka­me­ras und Han­dy­fo­to­gra­fie sieht man doch ohne­hin sofort, wie sein Bild gewor­den ist, kann es am Rech­ner oder gleich im Smart­pho­ne mit irgend­wel­chen Fil­tern über­zie­hen und mit weni­gen Klicks mit sei­nen Freun­den tei­len. Wer hat da noch Bedarf nach ver­gleichs­wei­se »sper­ri­gen« Papier­ab­zü­gen, die der Schnel­le­big­keit der Gegen­wart und dem immer­hung­ri­gen Auge ver­meint­lich kaum gerecht wer­den?

Man kommt nicht umhin fest­zu­stel­len, dass die Tage, da Pola­ro­ids bei­na­he all­ge­gen­wär­tig waren, der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren. Ich selbst habe sie nicht erlebt und in der Tat fällt es einem heut­zu­ta­ge schwer, sich die­se Zeit vor­zu­stel­len, wenn man immer und über­all sei­ne Han­dy­ka­me­ra dabei hat. Und doch: Ein gewis­ser Zau­ber haf­tet dem Sofort­bild noch immer an und es ist nicht (nur) der Hauch der Nost­al­gie, der es am Leben erhält. Jeden­falls schlie­ße ich das aus den Anfra­gen, die mich immer mal wie­der aus dem Freun­des­kreis oder aus diver­sen Foto­gra­fie­fo­ren errei­chen. Und natür­lich aus mei­ner eige­nen Begeis­te­rung für das Medi­um. Die am häu­figs­ten gestell­te Fra­ge ist dabei natür­lich: »Ach, gibt’s dafür über­haupt noch Fil­me?« Ja, gibt es. Man muss sich aber ein biss­chen mit der Mate­rie aus­ein­an­der­set­zen, um zu wis­sen für wel­che Kame­ras noch wel­che Fil­me ver­füg­bar sind. Die­ser Bei­trag soll eine Ori­en­tie­rungs­hil­fe sein.

»Der Spaß entwickelt sich sofort«

So warb Pola­ro­id noch 1994 und tat­säch­lich fühlt sich der Umgang mit einer Sofort­bild­ka­me­ra irgend­wie voll­kom­men anders an als der mit irgend­ei­ner ande­ren Kame­ra und ich kann es mir eigent­lich nur so erklä­ren, dass die Vor­freu­de schon vor der eigent­li­chen Auf­nah­me eine zen­tra­le Rol­le ein­nimmt. Das ist etwas ganz ande­res als schnell eine Kame­ra zu zücken und einen Schnapp­schuss zu machen. Außer­dem kann etwa der Spie­gel­schlag, den mein Han­dy akus­tisch nach­zu­ah­men ver­sucht, wenn man den Aus­lö­ser betä­tigt, und des­sen selt­sam ble­cher­nes Geräusch mich bei jeder »rich­ti­gen« Kame­ra ver­an­las­sen wür­de, sie in Repa­ra­tur zu geben, nicht über die Ste­ri­li­tät des gera­de voll­zo­ge­nen Vor­gangs hin­weg­täu­schen. Kein Ver­gleich zum Aus­lö­sen einer Pola­ro­id-Kame­ra, bei der man auf den Ver­schluss lauscht und auf die Mecha­nik, durch die das Bild aus­ge­wor­fen wird. Das Dis­play ruft, ganz im Gegen­satz zum Abzie­hen des Bil­des von einem Trenn­bild­film oder das War­ten auf das fer­tig ent­wi­ckel­te Bild eines Inte­gral­films, kei­ne Gän­se­haut her­vor.
Trenn­bild­film? Inte­gral­film? Da sind wir auch schon mit­ten drin in dem Dilem­ma: Wovon schreibt der da?

Filmtypen

Prin­zi­pi­ell unter­schei­det sich Sofort­bild­film eigent­lich gar nicht so stark von »nor­ma­lem« Film: Das Bild ent­steht durch die Belich­tung pho­to­sen­si­ti­ven Mate­ri­als in der Kame­ra und die anschlie­ßen­de Ent­wick­lung durch Che­mi­ka­li­en. Der Unter­schied ist nur, dass eben die­se Che­mi­ka­li­en bereits im Film­ma­te­ri­al inte­griert sind.1 Es mag irgend­wie sper­rig erschei­nen, wenn ich die fol­gen­de Klas­si­fi­ka­ti­on auf­grund von eigent­lich tech­ni­schen Merk­ma­len vor­neh­me; aber gera­de dadurch lässt sich ein wenig Struk­tur in die Sache brin­gen.

Trennbildfilm bzw. Packfilm

Die frü­hes­ten Pola­ro­id-Kame­ras benutz­ten — damals noch als Roll­film kon­zi­piert — einen Trenn­bild­film. Dabei wur­de der Film nach der Belich­tung seit­lich aus der Kame­ra her­aus und zwi­schen zwei Wal­zen hin­durch gezo­gen, wel­che die Ent­wick­ler­pas­te gleich­mä­ßig über die Auf­nah­me ver­teil­ten. Nach Ablauf der Ent­wick­lungs­zeit konn­te man dann Posi­tiv und Nega­tiv von­ein­an­der tren­nen, wobei man für das Nega­tiv nor­ma­ler­wei­se kei­ne wei­te­re Ver­wen­dung mehr hat­te;2 heut­zu­ta­ge kann man hin­ge­gen das Nega­tiv ein­scan­nen und in der Bild­be­ar­bei­tung inver­tie­ren, um wie­der ein Posi­tiv zu erhal­ten.
Das glei­che Ver­fah­ren nut­zen auch die spä­ter ent­wi­ckel­ten Pack­fil­me für die man — im Gegen­satz zum Roll­film — auch heu­te noch Ersatz beschaf­fen kann. Hier­bei han­delt es sich um eine Art Kas­set­ten, wel­che das Film­ma­te­ri­al in zusam­men­ge­leg­ter Form ent­hal­ten und die der­art zusam­men­ge­setzt sind, dass die ein­zel­nen Ein­hei­ten sepa­rat aus der Kame­ra gezo­gen wer­den kön­nen. Als mei­nes Kennt­nis­stan­des nach ein­zi­ger Her­stel­ler fer­tigt heu­te noch Fuji­film ent­spre­chen­de Fil­me: Den FP-100C.3
Am Ran­de sei noch erwähnt, dass auch Plan­fil­me für Groß­for­mat­ka­me­ras nach dem Trenn­bild­ver­fah­ren arbei­ten. Das dürf­te zwar für die wenigs­ten Ein­stei­ger inter­es­sant sein, wer sich aber ernst­haft damit aus­ein­an­der­set­zen möch­te, tut gut dar­an, sich ein­mal das New55-Pro­ject genau­er anzu­se­hen, das es mit Hil­fe von Kick­star­ter geschafft hat, einen neu­en Schwarz­weiß-Sofort­bild­film für das For­mat 4×5 auf den Markt zu brin­gen. Bis vor eini­ger Zeit gab es auch den inzwi­schen ein­ge­stell­ten FP-100C 45 für die­ses For­mat, der even­tu­ell irgend­wo noch vor­rä­tig sein könn­te.4 Wem das noch zu klein sein soll­te, für den sei abschlie­ßend noch erwähnt, dass Impos­si­ble auch Sofort­bild­film für das For­mat 8×10 wie­der­auf­ge­legt hat.

Integralfilm

Der Inte­gral­film ist das Medi­um, das eigent­lich die meis­ten mit Sofort­bild­fo­to­gra­fie in Ver­bin­dung brin­gen, nicht zuletzt wegen des auto­ma­ti­schen Aus­wer­fens des gera­de belich­te­ten Films. Die Taschen, in denen sich die Ent­wick­ler­che­mie befin­det, sind hier direkt in die Bild­ein­heit inte­griert, wodurch sich das klas­si­sche, asym­me­tri­sche For­mat mit dem cha­rak­te­ris­ti­schen Rah­men ergibt. Aber auch hier wird die Ent­wick­lung ein­ge­lei­tet, indem das Bild beim Aus­wer­fen zwi­schen zwei Wal­zen hin­durch­ge­presst und so der Ent­wick­ler gleich­mä­ßig ver­teilt wird.
Fil­me die­ser Art kom­men die­ser Tage aus­schließ­lich von The Impos­si­ble Pro­ject, einem Unter­neh­men, das nach der Ein­stel­lung durch Pola­ro­id die letz­te Pro­duk­ti­ons­stät­te für Sofort­bild­film im hol­län­di­schen Ensche­de auf­kauf­te und seit­her neue Fil­me für SX-70-, 600- und Image/­Spec­tra-Kame­ras pro­du­ziert. Es sei aller­dings ange­merkt, dass die­se bei wei­tem nicht so sim­pel zu hand­ha­ben sind, wie das ein­mal bei denen von Pola­ro­id der Fall gewe­sen ist: Die neu ent­wi­ckel­ten Fil­me sind deut­lich licht­emp­find­li­cher als es die Ori­gi­nal­fil­me einst waren und müs­sen unmit­tel­bar nach­dem sie aus der Kame­ra aus­ge­wor­fen wur­den vor ein­fal­len­dem Licht geschützt wer­den und brau­chen, abhän­gig davon, ob es sich um Farb- oder Schwarz­weiß­film han­delt, zwi­schen 10 und 40 Minu­ten, bis sie voll­stän­dig ent­wi­ckelt sind.5 Man könn­te nun fra­gen, inwie­fern es sich dann noch um Sofortbil­der han­delt, aber man soll­te lie­ber froh sein, dass es über­haupt wie­der Film für die­se Kame­ras gibt.

Neuere Technologien

Dane­ben gibt es aber auch durch­aus auch heu­te noch neue Ent­wick­lun­gen. Zum einen unter­hält Fuji­film mit sei­ner Ins­tax-Rei­he diver­se Kame­ras und Fil­me in zwei ver­schie­de­nen For­ma­ten, zum ande­ren ent­wi­ckelt Pola­ro­id inter­es­san­te Digi­tal­ka­me­ras mit inte­grier­ter Sofort­bild­tech­nik.

Instax

Streng genom­men han­delt es sich hier­bei eben­falls um einen Inte­gral­film, wie er oben beschrie­ben ist. Da es sich aller­dings um eine — mehr oder weni­ger6 — eigen­stän­di­ge Ent­wick­lung von Fuji­film han­delt und die dafür erfor­der­li­chen Kame­ras auch heu­te noch gebaut wer­den, schien es sinn­voll, dafür einen eige­nen Abschnitt anzu­le­gen.
Die Fil­me sind in zwei ver­schie­de­nen For­ma­ten (und für jeweils unter­schied­li­che Kame­ra­ty­pen) erhält­lich: Das »Ins­tax wide«-Format hat eine Grö­ße von 108x86mm (eigent­li­che Bild­grö­ße 99×62), das For­mat »Ins­tax mini« eine Grö­ße von 54x86mm (46x62mm). Die Kame­ras zie­len in ers­ter Linie auf ein nicht-pro­fes­sio­nel­les Publi­kum ab, was sich nicht zuletzt im begrenz­ten Funk­ti­ons­um­fang, dem teil­wei­se fast infan­til zu nen­nen­den Design und der bun­ten Farb­pa­let­te nie­der­schlägt. Eini­ge Model­le wei­sen aber immer­hin Funk­tio­nen zur Dop­pel- oder Lang­zeit­be­lich­tung auf, was sie auch für den krea­ti­ven Ein­satz inter­es­sant macht. Im Gegen­satz zu denen von Impos­si­ble sind die Ins­tax-Fil­me recht unemp­find­lich, brau­chen nicht vor Licht geschützt zu wer­den und wer­den in kür­zes­ter Zeit ent­wi­ckelt. Zudem, und das mag ja auch für den einen oder ande­ren aus­schlag­ge­bend sein, füh­ren sowohl Media Markt als auch Saturn in der Regel die­se Fil­me.

Polaroid Zink

Auch Pola­ro­id ist noch nicht ganz raus aus dem Geschäft.7 Neben der Pola­ro­id 300, einer Kame­ra für das Ins­tax mini-For­mat, war­tet das Unter­neh­men auch mit der soge­nann­ten »Zink«-Technologie auf. Eigent­lich han­delt es sich hier­bei gar nicht um ein foto­gra­fi­sches Ver­fah­ren, son­dern viel­mehr um eine Druck­tech­nik, wie schon der Name — »Zink« steht für »Zero Ink« — erah­nen lässt. Im Pro­zess der Bil­der­zeu­gung kommt näm­lich gar kein Licht zum Ein­satz, son­dern Wär­me­im­pul­se, die auf im Trä­ger­pa­pier ein­ge­brach­te Emul­si­ons­schich­ten abge­feu­ert wer­den und somit die dar­in ent­hal­te­nen Farb­pig­men­te ent­spre­chend fär­ben. Somit kön­nen klei­ne, kom­pak­te und somit por­ta­ble Dru­cker gebaut wer­den, die nicht zuletzt auf das Aus­dru­cken von Smart­pho­ne-Fotos abzie­len.
Dass ich die­ses Ver­fah­ren den­noch hier auf­füh­re, liegt dar­an, dass dadurch inter­es­san­te Hybri­den aus digi­ta­ler und Sofort­bild­ka­me­ra mög­lich wer­den. Ins­ge­samt gibt es sogar vier Kame­ra­mo­del­le, die sich die­ser Tech­no­lo­gie bedie­nen, nament­lich Pola­ro­id Snap, Pola­ro­id Soci­al­ma­tic, Pola­ro­id Z2300 und Pola­ro­id Z340.

Vergleichstabelle

Um ein wenig Ord­nung in die Infor­ma­tio­nen zu brin­gen, habe ich eine Tabel­le erstellt. Da das unten ste­hen­de Ergeb­nis lei­der nicht beson­ders über­sicht­lich gewor­den ist, habe ich die Daten auch noch in ein PDF im A3-For­mat über­tra­gen. Nichts­des­to­trotz, hier die ursprüng­li­che Ver­si­on:

Typ Roll­film Trenn­bild- bzw. Pack­film Inte­gral­film ande­re
Bezeich­nung 40er‑Serie, 30er-Serie, 20er-Serie, 80er‑Serie, 100/660er‑Serie, SX-7013 60014 Spectra/Image15 Cap­ti­va16 Pocket Film17 Ins­tax Wide, Ins­tax mini Zink
Kame­ras 40er-Serie: Model 95, 95A, 95B, 100, 110, 110A, 110B, 120, 150, 160, 700, 800, 850, 900, J66
30er-Serie: Model 80, 80A, 80B, J33
20er-Serie: Model 20, M15; Swin­ger II
Zip18, Elec­tric Zip, Squa­re Shoo­ter, Squa­re Shoo­ter 2, Squa­re Shoo­ter 4; Color­pack 80, 82, 85, 88; Colour Swin­ger, Colour Swin­ger II, Super Colour Swin­ger, Super Colour Swin­ger II, Super Swin­ger, Swin­ger EE; EE22, EE33, EE38, EE44, EE88; Instant 10, 20; 100er-Serie: Model 100, 101, 102, 103, 104, 125, 135, 180, 185, 190, 195
200er-Serie: Model 210, 215, 220, 225, 230, 240, 250
300er-Serie: Model 315, 320, 325, 330, 335, 340, 350, 355, 360; Count­down M60, Count­down M80
400er-Serie: Model 420, 430, 440, 450, 455; Count­down 70, Count­down 90;
Wei­te­re: Model 3000, Big Shot; Color­pack II, Color­pack III, Color­pack IV, Color­pack V (CP5), The Color­pack, Color­pack M6, Super Color­pack, Super Color­pack IV, Color­pack 100; Memo­ry Maker; 600, 600SE
SX-70, SX-70 Alpha 1, SX-70 Alpha 1 Exe­cu­ti­ve, SX-70 Alpha 1 Model 2, SX-70 Exe­cu­ti­ve, SX-70 Model 2, SX-70 Model 3, SX-70 Sonar OneStep, Time­Ze­ro SX-70 Auto­Fo­cus, Time­Ze­ro SX-70 Auto­Fo­cus Model 2; Encore!, Pres­to!, Pron­to!, Pron­to! B, Pron­to! Extra, Pron­to! Plus, Pron­to! RF, Pron­to! S, Pron­to! SM, Time­Ze­ro Pron­to AF, Pron­to! Sonar OneStep; OneStep, OneStep Plus, Time­Ze­ro OneStep; Super Clin­cher, The But­ton; Model 500, 1000, 1000 S, 1500, 2000, 3000; Instant 1000, Instant 1000 DeLu­xe; Sonar Auto­Fo­cus 5000; Super­co­lor 1000, Super­co­lor 1000 DeLu­xe, Super­co­lor Auto­Fo­cus, Super­co­lor Auto­Fo­cus 3500 640, 650, 660; Ami­go 610, Ami­go 620; Pron­to 600; Bar­bie® Instant Came­ra, Taz® Instant Came­ra; Busi­ness Edi­ti­on 600, Busi­ness Edi­ti­on 600 2; Cool Cam; Impul­se, Impul­se AF, Impul­se QPS; Job Pro, Job Pro 2; OneStep 600, OneStep 600 Express, OneStep 600 Flash, OneStep 600 Flash Clo­se-Up, OneStep AF, OneStep Tal­king Came­ra; 600 LMS; Quick 610; SLR 680, 690; Spi­ce Cam; Spi­rit, Spi­rit 600, Spi­rit 600 CL; Super­co­lor 635, Super­co­lor 635 CL, Super­co­lor 645 CL, Super­co­lor 670 AF; The Con­struc­tion Came­ra Image, Image 2, Image Eli­te Pro; Spec­tra, Spec­tra 2, Spec­tra 1200i, Spec­tra 1200si, Spec­tra 1200FF, Spec­tra Onyx, Spec­tra Pro; Pro Cam Cap­ti­va; Joy­Cam; PopShots; Visi­on I-Zone, I-Zone Con­ver­ti­ble, I-Zone Digi­tal Com­bo, I-Zone with Radio; Xiao Wide-For­mat: Ins­tax 100, Ins­tax 500AF, Ins­tax 200, Ins­tax 210, Ins­tax Wide 300; Lomo Belair Instant Back
Mini-For­mat: Pola­ro­id Mio, Pola­ro­id 300; Ins­tax Mini 10, Ins­tax Mini 20, Ins­tax Mini 30, Ins­tax Mini 50, Ins­tax Mini 55, Ins­tax Mini 7, Ins­tax Mini 7S, Ins­tax Mini 25, Ins­tax Mini 50S, Ins­tax Mini 8, Ins­tax Mini 90, Ins­tax Mini 70; Lomo’Instant, Lomo Instant Back f. Dia­na / Dia­na F+, Lomo Instant Back f. LC-A; Instant­Flex TL70; Ins­tax Sha­re SP-1 (Dru­cker)
Pola­ro­id Snap, Pola­ro­id Soci­al­ma­tic, Pola­ro­id Z2300, Pola­ro­id Z340; Pola­ro­id ZIP (Dru­cker)
Kame­ras
(meh­re­re Film­ty­pen)
The Repor­ter; EE100, EE100 Spe­cial; Pro Pack; The Clin­cher, Clin­cher 2; Minu­te Maker, Minu­te Maker Plus; Super Shoo­ter, Super Shoo­ter Plus; Color­pack 200; EE55, EE58, EE60, EE66; Instant 30, Super Colour Swin­ger III
Verfügbarkeit/ Ersatz 19
Fuji­film
FP100c20

Impos­si­ble
SX-70
(Far­be & s/w)

Impos­si­ble
600
(Far­be & s/w)

Impos­si­ble
Spectra/Image
(Far­be & s/w)
Preis - - ~15€21
10 Bil­der
~20€
8 Bil­der
~20€
8 Bil­der
~20€
8 Bil­der
- - ~8€
10 Bil­der
~7€
10 Bil­der

Stand: Febru­ar 2016

Ein Appell als Schlusswort

Ja, es gibt dafür noch Film. Jeden­falls für vie­le der Kame­ras, die manch einer noch zu Hau­se im Schrank, im Kel­ler oder auf dem Dach­bo­den her­um­lie­gen hat. Die Beto­nung liegt aber auf dem »noch«. Denn auch wenn mit New55 und The Impos­si­ble Pro­ject durch­aus Posi­ti­ve Ent­wick­lun­gen zu ver­zeich­nen sind und sich ande­re Neu­ent­wick­lun­gen auf dem Markt behaup­ten kön­nen: Die Sofort­bild­fo­to­gra­fie wird es nur solan­ge geben, wie es Men­schen gibt, die sich mit ihr befas­sen, die Film­ma­te­ri­al kau­fen und ver­wen­den. In den letz­ten Jah­ren sind auch Fil­me vom Markt ver­schwun­den, die eine gewis­se Fan­ge­mein­de hat­ten. Vor allem der FP-3000B hin­ter­lässt eine Lücke, die umso schmerz­li­cher ist, wenn man noch in den Genuss kom­men durf­te, selbst mit die­sem Film zu arbei­ten, gibt es doch kei­ner­lei Ersatz für die­sen Schwarz­weiß-Trenn­bild­film.
In die­sem Sin­ne: Kauft Sofort­bild­film! Foto­gra­fiert damit! Ver­helft den Kame­ras eure­rer Eltern zu einem neu­en Leben! Und genießt die ein­zig­ar­ti­ge Magie eines Sofort­bil­des, die kein Insta­gram­fil­ter der Welt je erset­zen kann! Und wenn euch dann auf der Stra­ße auch jemand fragt, ob es dafür denn noch Film gibt, ver­weist ihn ger­ne auf die­se Sei­te ;).

UPDATES

01.03.2016
Na toll. Genau einen Tag nach Ver­öf­fent­li­chung des Arti­kels erreicht mich die Nach­richt, dass Fuji­film wohl auch noch den FP-100C ein­ge­stellt (japa­nisch, über­setzt mit Goog­le Trans­la­te) und damit mein Schluss­wort zum Teil ad absur­dum geführt und zu einem Epi­taph hat wer­den las­sen. Zwar gibt es auch die­ses Mal wie­der, wie schon beim FP-3000B, eine Peti­ti­on — zeich­nen bit­te! — die die Ein­stel­lung ver­hin­dern soll, jedoch mache ich mir dahin­ge­hend kei­ne gro­ßen Hoff­nun­gen. Das trifft nicht nur mich beson­ders hart, weil die­ser Film der­je­ni­ge war, den ich am häu­figs­ten ver­wen­det habe, son­dern alle, die eine Kame­ra für die­sen Typ ihr Eigen nen­nen, denn damit wird eine gan­ze Rei­he wun­der­vol­ler Kame­ras der Obs­zo­les­zenz über­ant­wor­tet. Für eine Wei­le dürf­ten noch Fil­me auf Lager sein, solan­ge wird man also noch in den Genuss die­ses tol­len Films kom­men kön­nen. Dann wird man wohl hof­fen müs­sen, dass viel­leicht irgend­wann irgend­je­mand die Pro­duk­ti­on über­nimmt.


  1. Das ist im übri­gen auch der Grund, war­um der Kauf von alten Pola­ro­id-Ori­gi­nal­fil­men ein gewis­ses Risi­ko birgt, da es mit zuneh­men­dem Alter des nicht unwahr­schein­lich ist, dass die Che­mi­ka­li­en inzwi­schen ein­ge­trock­net sind. 

  2. Ledig­lich bei ganz weni­gen Film­ty­pen konn­ten die Nega­ti­ve eigens fixiert wer­den 

  3. Ende 2013 wur­de der äqui­va­len­te Schwarz­weiß­film FP-3000B, laut Fuji­film auf­grund zu gerin­ger Nach­fra­ge, ein­ge­stellt. Der­zeit ist er wohl noch bei eini­gen Händ­lern vor­rä­tig und mit »nur« etwa 50%iger Preis­stei­ge­rung zu bezie­hen… 

  4. Wie schon beim oben erwähn­ten FP-3000B begrün­de­te Fuji­film die Ein­stel­lung mit sin­ken­der Nach­fra­ge. Bit­te, foto­gra­fiert mehr Pack­film! 

  5. Der Grund dafür liegt in der neu­ent­wi­ckel­ten For­mel; eine not­wen­di­ge Neu­schöp­fung, da eini­ge der vor­mals ver­wen­de­ten Che­mi­ka­li­en heu­te nicht mehr ein­ge­setzt wer­den kön­nen. 

  6. eigent­lich basiert der Film wohl auf einer Wei­ter­ent­wick­lung des Pola­ro­id­film SX-70 durch Kod­ak 

  7. Wobei man natür­lich beden­ken muss, dass es sich bei dem Unter­neh­men, das heu­te unter die­sem Namen fir­miert, um eine Neu­grün­dung nach Insol­venz han­delt. 

  8. Type 40, 41, 42, 43, 44, 46, 46-L, 47, 48, 146-L, 413, 410 – Maße: 3 1/4″ x 4 1/4″ 

  9. Type 31, 32, 37, 38 – Maße: 2 1/2″ x 3 1/4″ 

  10. Type 20, 20C – Maße: 2 1/2″ x 3 1/4″ 

  11. Dazu gehör­ten ursprüng­lich Type 84, 85, 87, 88, 89, Viva Colour Gloss/Silk mit je unter­schied­li­chen Spe­zi­fi­ka­tio­nen (ASA, Ent­wick­lungs­zeit, Far­be o. s/w). – Maße: 3 1/4″ x 3 3/8″ 

  12. Dazu gehör­ten ursprüng­lich Type 105, 107, 107C, 108, 084, 611, 612, 664/Polapan Pro 100, 665, 667, 668, 669/Polacolor ER, 672/Polapan Pro 400, 679/Polacolor Pro 100, 689/Pro Vivid, 690, 691, Pola­co­lor 64 Tungs­ten, Pola­co­lor ID, mit je unter­schied­li­chen Spe­zi­fi­ka­tio­nen (ASA, Ent­wick­lungs­zeit, Far­be o. s/w); jedoch gibt es nicht für jeden die­ser Fil­me Ersatz! KEINEN Ersatz gibt (seit Ein­stel­lung des Fuji­film FP3000b Ende 2013) für alle s/w-Fil­me, sowie für Fil­me mit wie­der­ver­wend­ba­rem Nega­tiv. – Maße: 3 1/4″ x 4 1/4″ 

  13. Dazu gehör­ten neben dem ursprüng­li­chen SX-70 Film auch der ver­bes­ser­te SX-70 Time-Zero Film, sowie die pro­fes­sio­nel­len Fil­me Type 778 Time-Zero und der bis auf die feh­len­de inte­grier­te Bat­te­rie iden­ti­sche Type 708 Time-Zero Film; nicht für jeden die­ser Fil­me gibt es einen adäqua­ten Ersatz. – Maße: 3 1/8″ x 3 1/8″ 

  14. Dazu gehör­ten ursprüng­lich die Fil­me 600, 600 Plus, 600 High Defi­ni­ti­on, 600 Pla­ti­num, 600 Black + White, 600 Par­ty Film, 600 Wri­te On, 60 Note Pad, 600 Copy ;& Fax und der für den pro­fes­sio­nel­len Gebrauch bestimm­te Type 779; nicht für jeden die­ser Fil­me gibt es einen adäqua­ten Ersatz. – Maße: 3 1/8″ x 3 1/8″ 

  15. Dazu gehör­ten ursprüng­lich die Fil­me Spec­tra, Spec­tra High Defi­ni­ti­on, Spec­tra Pla­ti­num, Spec­tra 700/Image (iden­tisch, Image war nur die Bezeich­nung für den inter­na­tio­na­len Markt), 1200, Spec­tra High Defi­ni­ti­on Grid Film und der für den pro­fes­sio­nel­len Gebrauch bestimm­te Type 990; nicht für jeden die­ser Fil­me gibt es einen adäqua­ten Ersatz. – Maße: 3 5/8″ x 2 7/8″ 

  16. Dazu gehör­ten ursprüng­lich die Fil­me Cap­ti­va 95 und 500. – Maße: 2 7/8″ x 2 1/8″ 

  17. Vari­an­ten: Pocket Sti­cker Film und Pocket For­tu­ne Film. – Maße: 36mm x 24mm 

  18. Nur Type 87-Film 

  19. Eigent­lich wird hier­für kein Ersatz her­ge­stellt, jedoch kann man theo­re­tisch Film­packs des Typs FP100c von Fuji­film ent­spre­chend modi­fi­zie­ren, um auch in eine für die 80er-Serie gedach­te Kame­ra zu pas­sen. Anlei­tung auf deutsch oder eng­lisch

  20. inzwi­schen ein­ge­stellt, Abver­kauf von Lager­be­stän­den 

  21. Die Ange­bo­te, die ich gefun­den habe, rei­chen von rund 12–17€, ver­glei­chen lohnt sich also! 

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